Biographie
Der Schauspieler Karl Merkatz wurde am 17. November 1930 in Wiener Neustadt geboren. Nachdem er das Tischlerhandwerk erlernt hatte, gab er sich seiner großen Liebe, dem Schauspiel hin, und nahm Unterricht in Salzburg, Wien und Zürich. Es folgten Engagements unter anderem am Theater der Stadt Heilbronn, an den Städtischen Bühnen Nürnberg, am Salzburger Landestheater, an den Bühnen der Stadt Köln, am Schauspielhaus Hamburg und am Thalia Theater, an den Münchner Kammerspielen, den burgenländischen Festspielen in Mörbisch, den Salzburger Festspielen sowie am Wiener Volkstheater.
Karl Merkatz war in mehr als 250 Film- und Fernsehproduktionen - meist in Hauptrollen - zu sehen. Neben "Der Bockerer" zählen zu seinen wichtigsten Arbeiten die bereits zum Kult avancierte Fernsehserie "Ein echter Wiener geht nicht unter", mit der Merkatz als Mundl das Bild vom lauten, aufbegehrenden Randbezirks-Wiener prägte, sowie die 13-teilige Fernsehserie "Der Spritzen-Karli".
Zu den Film- und Fernsehengagements gesellen sich mehr als 150 Theaterrollen, in denen Merkatz vor allem Nestroy, Raimund- und Shakespeare-Figuren darstellte. Merkatz wirkte außerdem in Operetten mit - etwa als Frosch in der "Fledermaus" von Johann Strauß. Er gastierte in Hamburg ebenso wie an der Niederländischen Oper Antwerpen. 1993 brillierte er erstmals in einer Musicalrolle am Stadttheater Klagenfurt als "Der Mann von La Mancha", später begeisterte er auch am Theater an der Wien als Milchmann Tevje in "Anatevka".
Karl Merkatz erhielt das Filmband in Gold (1982) für den Bockerer (1. Teil) und eine Goldene Romy als beliebtester Schauspieler Österreichs (1996). Im Juni 1999 wurde der populäre Schauspieler in Wien mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. 1995 erhielt er die Goldene Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien für seine Verdienste an Wiener Theatern und als exzellenter Darsteller von wienerischen Typen sowie den Ehrenring seiner Heimatstadt Wiener Neustadt, eine der höchsten Auszeichnungen der Stadtgemeinde.
Im Oktober 2002 wurde ihm das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich verliehen.
Vita
1954 – 1957
- Theater Heilbronn
- „Was ihr wollt“ von Shakespeare, Rolle: Bleichenwang
- „Kiss me Kate“
- „Gaslicht
- „Das weiße Rössl am Wolfgangsee“ Rolle: Sigismund
1958 – 1960
- Landestheater Salzburg
1960 – 1962
- Stadttheater Nürnberg
1962 – 1963
- Landestheater Salzburg
- „Glück, Missbrauch und Rückkehr oder das Geheimnis
des grauen Hauses“ von Nestroy - „Warten auf Godot“ Rolle: Lucky
1963- 1964
- Köln
- „Ein Sommernachtstraum“ Rolle: Die Wand
1964 – 1973
- Schauspielhaus, Hamburg
- Thalia Theater, Hamburg
- „Die Räuber“ Rolle: Spiegelberg
- „Zu ebener Erde und im 1. Stock“ von Nestroy
1973 – 1976
- Münchener Kammerspiele
- „Mann ist Mann“ von Brecht
Ab 1976 freischaffend in
„Merlin“ Wiener Volkstheater
„Kabale und Liebe“ Wiener Volkstheater
„Der Bockerer“ Berlin Renaissance Theater
„Der Bockerer“ Schiller Theater
„Der Bockerer“ Klagenfurt
„Anatevka“ Theater an der Wien
„Anatevka“ Klagenfurt
„Die Fledermaus“ Volksoper
„Die Fledermaus“ Oper Amsterdam
„Die Fledermaus“ Antwerpen
„Hausmeister“ von Pinter, Salzburg, Szene der Jugend
„Der Kaufmann von Venedig“ Weimar
„Der Mann von La Mancha“ Klagenfurt
„Tod eines Handlungsreisenden“ Klagenfurt
„Warten auf Godot“ Klagenfurt
„Sunnyboys“ Theater in der Josefstadt
„Geschichten aus dem Wienerwald“ Frankfurter Schauspielhaus
„Jedermann“ Salzburger Festspiele
„König Ottokar“ Salzburger Festspiele
„König Ottokar“ Burgtheater
Soloprogramme
Villon
Kafka, Bericht an eine Akademie
Heiter und Lieder, Wienerlieder
Blunzen König
